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Heute muss ich meiner Kanzlerin gar nicht beispringen ... · 16.10.15

... heute macht das Bernd Ulrich. Er macht das, ohne der Kanzlerin Fehlerlosigkeit zu attestieren. Er gesteht ihr aber doch, statt "Willkommens-Seeligkeit", den Pragmatismus zu, den ich ihr auch zubillige. Also! "Die Naivitaet des Boesen" scheint mir der Lesestoff des Tages zu sein, denn ...

[...] Wer eine Mauer nicht zur Kontrolle, sondern zur Abschottung errichtet, der braucht zu der Mauer einen Schießbefehl. [...]

Meine Kanzlerin heute so ... · 15.10.15

Ich habe nichts zu bieten, als Blut, Schweiß und Tränen
-- Angela Merkel (oder nicht?)

Ich denke fast, es ist Zeit fuer eine solche Rede. Trotzdem bin ich immer noch bei Frau Merkel. Warum? Weil alle Alternativen zum augenblicklichen Umgang mit den Flüchtenden meiner Meinung nach kurz und mittelfristig teurer sein werden. Ein Zaun um Deutschland? ... mit ernstzunehmender Bemannung? Der DDR-Buerger weiß, das wird teuer. Wer zahlt es, der Steuerzahler. das Ergebnis: Oesterreich baut einen Zaun, Kroatien baut einen Zaun, die Flüchtenden stranden in Serbien, Mazedonien und Griechenland, wo die Moeglichkeiten der Versorgung weitaus schlechter sind als bei uns und wo entsprechend frueher mit Unruhen gerechnet werden muss. Wie Konflikte auf dem Balkan schnell mal ausgehen, wissen wir. Wenn dorten die fragile staatliche Ordnung zusammenbricht, dann koennen wir Serbien und Mazedonien von der Liste sicherer Drittstaaten streichen und muessen am Ende neben den Sysrern auch noch die Serben und Mazedonen aufnehmen. Sorry, Dudes, that's not gonna fly....

Ach ja, warum proppen wir nicht die Türken derart auf, dass die Fluechtenden lieber dort bleiben weil es dort so dufte fuer sie ist? Aus mehreren Gründen habe ich Zweifel. Grund 1: Wir müssten das bezahlen. Wer zahlt es? Der Steuerzahler. Nur diesmal wird davon kein Umsatz bei uns generiert, sondern die Kohle lande höchstwahrscheinlich zu zwei Dritteln auf dem Konten von den Cousins und Vettern irgendeines korrupten Buergermeisters in Anatolien. Grund 2.: Die Türkei ist in Syrien Konfliktpartei. Unter den Flüchtenden sind sicher zwei bis drei, die Ressentiments gegen die Tuerkei hegen. Und die müssen eigentlich aus dem Land raus. Was abgehen wird, wenn die Tuerkei weiter destablilisiert wird, kann eigentlich nur zu noch mehr Fluchtbewegungen führen.

Alles in allem, meine ich wirklich, dass im Moment der Beste aller gangbaren Wege gegangen wird. Von den Chancen, die er bietet, will ich gar nicht anfangen.


Never let a good crisis go to waste · 14.10.15

-- Winston S. Churchill

#meineKanzlerin · 14.10.15

Ich möchte nicht Kanzlerin eines Volkes sein, das mich wählen würde
-- Angela Merkel (oder doch nicht?)

Die Phasen der Zuwanderungsakzeptanz · 2.10.15

Da gibt es doch diese Phasen der Trauer. Was war das gleich? Leugnen, Wut, Hadern und Feilschen, Depression, Akzeptieren oder so ähnlich. Sowas Ähnliches kann man garantiert auch fuer die Phasen der Zuwanderungsbewältigung aufschreiben. Man muesste es halt nach Gruppen trennen. Ganz grob nach den "Begrüßern" und den "Besorgten". Kognitive Dissonanz spüren sicher beide Gruppen aktuell irgendwann. Die einen, weil man jetzt wieder erwarten doch Einschränkungen hinnehmen muss - vielleicht fällt diesen Herbst der Zumba-Kurs in der Schulturnhalle aus oder die Busse sind voller - die Anderen weil viele der Geflüchteten wohl wirklich bei uns bleiben werden. Wenn diese Dissonanz nicht in Neurose oder Psychose enden soll, muss man sie irgendwie durch das annehmen bisher verworfener Erklärmuster auflösen. Akzeptanz eben ... wie bei der Trauerbewältigung.

Unserem Innenminister kann man gerade bei der Akzeptanzarbeit zusehen. Er ist gerade in der "Im Sommer waren sie noch dankbar"-Phase. Klingt als glaube er, da kommen jetzt - im Gegensatz zu früher - Leute die frecher sind. Schwer haltbares Erklärmuster, oder? Könnte es nicht auch sein, dass da ganz ähnlich strukturierte und traumatisierte Leute agieren wie im Sommer, nur eben jetzt in Zeltstädten und Massenunterkünften? Ein Erklärmuster, dass zu akzeptieren sich m.E. lohnen würde. ... am besten bevor man halbgare Dinge in die Kameras redet.

Und jetzt habe ich noch kein Wort ueber die Akzeptanzarbeit verloren, die Leute leisten müssen, die alles verloren haben und/oder in ein vermeindlich gelobtes Land kommen. Für einen matten Abglanz dessen lohnt es sich sicher O-Töne aus die Aufnahmelagern für die Ostler von vor 25 jahren anzusehen.