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Perl Grep · 30.10.07

Because I always forget it, here as a reminder for me: How does perl's grep work:

grep {BLOCK} ARRAY;

or rather

grep (EXPR, ARRAY);

example:

@sesamestreet = ("b-bird", "ernie", "bert", "elmo");
$yeah_no = "";
 
if(!grep{$_ eq $ARGV[0]} @sesamestreet){
$yeah_no = "not ";
}
 
print "$ARGV[0] is ".$yeah_no."in sesamestreet\n";


CR129 · 30.10.07

Die Big Brother Awards sind eine Negativ-Auszeichnung für Firmen, Politiker und Behörden, die sich ganz besonders um die Verletzung des Datenschutzes und der Privatsphäre verdient gemacht haben. Der Chaos Computer Club ist Teil der Jury, die dieses Jahr unter fast 500 Vorschlägen die Preisträger in acht Kategorien ausgewählt hat.
Im Chaosradio stellen wir Euch die diesjährigen Preisträger vor und möchten eure Vorschläge hören: Wer sind die größten Datenkraken, bei wem sind Eure Daten in besonders schlechten Händen?

Morgen ab 22:00Uhr Chaosradio CR129, rinnjehoert!


Becks Naechte · 28.10.07

Heute abend schreiben auch andere, das weiss ich. Aus solidaritaet schreib ick och mal wat. Aber wat unterhaltsameret. Also los! Ick hab et wieder jemacht. Diesmal aber sonntags. Ick habe die frankfurter allgemeine, diesmal aber sonntagszeitung anjeschafft. Die is etwas erfreulicher als die miesepetrigen werktagsausgaben.

Also druff uffs fuelltong. Da musste dir am wenigsten anstrengen. Der erste artikel, der leitartikel sozusagen, war mit "Das Grauen vom Lande" ueberschrieben und mit Kurt Beck im weinberg bebildert. Autor is ein jewisser Claudius Seidl und dieser herr Seidl laed uns ein dazuzugehoeren. Es is ja immer gefaehrlich sich zum dazugehoeren einladen zu lassen. Hier isset besonders gefaehrlich, denn weltmann Seidl moechte mit seiner dazugehoergemeinde heruntergucken. Worauf? Auf das grauen vom lande, auf den provinzler Kurt Beck.

Nu weeß ick aber jar nich wie weltmaennisch eigentlich dieser herr Seidl ist. Vielleicht isser jar nich so'n jewiefter connaisseur, wie er tut. Vielleicht isst er nussecken bei mutti. Er weeß och jar nich, wer wir sind sind. Wir die leser - also hier jetz nur ick. Hab ick ueberhaupt dit format und die haltung, um dis fehlen der tugenden format und haltung beim Beck bemaengeln zu duerfen? Hat der Seidl sie?

Jut, der Seidl hat 1734 worte, um wenigstens mich zu ueberzeugen, dit er wuerdig ist mit mir auf Beck runterzukieken. Wie nutzt er sie, seine 1734 worte? Er versucht zuerst provinzlertum zu definieren, nimmt dann Becks parteitagsrede her und findet indizien fuer das Becksche provinzlertum und am ende versucht er klarzumachen, dit dit fuer einen bundespolitiker keine gute eigenschaft is. Mir is die janze zeit nich wohl dabei, weil ick mich irgendwo, wie jesagt, eingeladen fuehle. Dit janze ding liest sich kurzweilig, witzig und sogar informativ, aber trotzdem wohl is mir nich.

Ich jebe aber zu, dass mich eine sache mindestens amuesiert hat. Bei seiner provinzlerdefinition findet er ein knuffiges beispiel fuer das gegenteil von provinzlertum. Er nimmt Willy Brandt als einen mann mit format und haltung und erinnert daran, dass ihm immer mal wieder ein verhaeltnis mit Romy Schneider nachgesagt wurde. Es ginge hier jedoch nicht darum, was in des altkanzlers naechten passierte, sondern, dass man es ihm zutraute. Da hab ick schon gelacht. Man stellt sich dann halt schon den Beck vor und das ist lustig. Welche liebschaft muessten wir - und jetzt lade ick ein - dem Kurt Beck andichten, um ihm vergleichbares zuzutrauen?

Hier mal drei tipps von mir:

Jeht jar nich, wa? ... dit hat er jemeint, der Seidl. Jut jemacht. Wem fallen noch Romy Schneider-hafte geliebte fuer Kurt Beck ein?


Piraten zum Ausmalen V · 26.10.07

Dublonen Diego

Ueberraschung, es gibt wieder ein piratenbild zum ausmalen. Heute: Dublonen-Diego. Das waer dann das fuenfte und fuenf eintraege machen das thema zur kategorie. Wer hier in zukunft alle bereits erschienenen piratenbilder zum ausmalen sucht … alles hier

… oder alle weiteren Piratenbilder zum ausmalen auf einer seite.


Bundesweiter Demonstrationsaufruf · 22.10.07

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und der Chaos Computer Club rufen unter dem Motto „Freiheit statt Angst - Für die Grundrechte!“ zu bundesweiten Demonstrationen am 6. November 2007 auf, um die von der Koalition geplante Vorratsdatenspeicherung noch in letzter Minute zu stoppen
--presse ccc.de

Ich meine, die vorlage laesst sich nicht mehr stoppen, denn sie setzt ja eine EU-vorgabe um. Ein argument, dass alle erstarren laesst in Berlin, aber sei's drum, man koennte sich abhaerten - der winter kommt bestimmt - und man koennte zeigen, dass es langsam gut ist mit dem ueberwachfimmel.


Online Journalismus · 22.10.07

Hier ist ein stueck journalismus, der in zeiten des internet gut geht und meines erachtens auch wichtig ist. Hier schreibt die lebensgefaehrtin des kuerzlich unter terrorverdacht festgenommenen berliner soziologen ueber vieles, aber hauptsaechlich ueber das, was seit der verhaftung so abgeht zu hause. Mutter, zwei kinder und ein mutmasslicher terrorist: annalist. Liberalen zeitgenossen mit einem rest von Hambach-stolz in der brust muessten sich die nackenhaare aufstellen.

(via rabe)


Postal gesehen · 21.10.07

Was ist Postal? Die verfilmung eines videospiels. Das klingt erstmal nach quatsch, aber die videospielvorlage Postal - im englischen heisst "to go postal" soviel wie ausrasten oder amok laufen - brilliert schon laenger mit unappetitlichen, politisch wenig korrekten, mit bikinimaedchen drapierten pubertiererscherzen. Jetzt geht Uwe Boll also, her und versucht den stoff zu verfilmen. Er hat das bereits mit anderen videospielen versucht. Die versuche endeten aber bisher in schlaegereien mit enttaeuschten kritikern.

Diesmal wird es wohl ohne schlaegerei abgehen. Postal ist ein aufguss von Falling Down, nur eben als riesenpubertiererspass ... mit laengen in der mitte, aber trotzdem. Die vorlage laesst befuerchten, dass der film ein uebler splatter-fetzen ist. Ist er aber nicht, Boll legt mehr wert auf die zynische beobachtung unser aller polit-, arbeits-. religions- und umwelt. Am ende ist es eher ein comic, aber ein drastisches. Lustig ist es aber fast immer. Osama beim business executive seminar, zum beispiel, will lernen, wie er mit der macht der worte seine leute besser motivieren kann. Die schiesserei im sozialamt hat ordentlich witz. Auch die vorstellungsgespraechssituation, sehr schoen beobachtet.

Man merkt einigen szenen an, dass die vorlage ein videospiel ist. Hin und wieder muss der Postal-Dude aufgaben loesen, wie ein McGyver auf speed. Benutze kaesescheibe mit radnabe. Das ist mindestens neckisch. Die taliban und der gebatikte religionsstifter und natuerlich Zach Ward als Postal-Dude sind sehr sympathische gestalten.

Jetzt die mankos. Obwohl Boll deutscher ist, scheint mir die synchronisation missglueckt. Ist nur so ein gefuehl. Da wo der film laengen hat, tauchen auch szenen auf, deren anspruch an ihrem budget scheitern. Beide mankos koennen den film aber nicht ruinieren, zumindest nicht fuer jeden.

Trotzdem nochmal als warnung, wenn man den film wirklich toll finden will, sollte der pubertierer in einem noch nicht vollstaendig verkuemmert sein. Der(!) pubertierer, nicht die pubertiererin. Die haelfte der gags kommt gaenzlich ohne gesellschaftlichen bezug aus und freut sich statt dessen an der schieren existenz verschiedenster koeperfluessigkeiten.

Soviel von mir. Ob der Film gut ist? Nicht fuer jeden, richtig gut wird er fuer die wenigsten sein. Man kann auch auf die DVD warten. Hier nun noch die botschaft des films:

“You people are fighting each other in war and destroy the world in the name of God. God doesn’t need your help to destroy the world. He is God, hello?”

Juergen hat uebrigens Import/Export gesehen. Auch auf meiner liste.


A Deus, Schweinebacke · 20.10.07

Der beitrag ist schon drei tage alt, aber zeitlos. Hab ick mit dem eitler fatzke vi trick geschrieben:

Man gewoehnt sich schnell dran mit diesen touristenfliegern zu fliegen. Das schadet ja auch gar nichts, das klima mal ausser acht gelassen. Es ist aber schade, dass man auf diesen mallebombern so arg unter sich, also unter touristen, ist. Man sollte zwischen durch auch immer mal linie fliegen. Gerade jetzt fliege ich zusammen mit dem portugiesischen Karate-Nationalteam richtung Franktfurt. Jetzt stell ich mir natuerlich vor, wie drei duennaermige eifernde TU-studenten mit ihren piepsstimmen durch den flieger kreischen: "Nobody moves. This plane is under control of the armed bearded firlefanz group!" Und dann stehen die vier typen in ihren gruenen trainingsanzuegen auf und fuehren mal kurz vor, under wessen control this plane actually is. Waer doch ne coole sache, oder.

Taugt eigentlich fuer ne verfilmung, die idee. Ich sehe Bruce Willice als trainer des portugiesischen karate-nationalteams ... "A Deus, Schweinebacke". Wat meint ihr, wieviel zahlt die europaeische filmfoerdeung dafuer?


Postal · 19.10.07

Uebrigens ist der film Postal von Uwe Boll - hab ich schonmal erwaehnt - diese woche angelaufen. Ob du hingehen solltest sagt dir Uwe Boll selber, wenn du das quiz oben machst. Ick gehe hin, sonntag abend, weil Uwe dis gesagt hat.


R.I.P. Deborah · 19.10.07

deborah Kerr

50 Brasilianerinnen · 19.10.07

Wenn man so'n termin hat, den man wichtig findet und der auch noch in der fremde stattfindet, dann nervt das schon am abend vorher. Man hofft, dass es im hotel ruhig sein moege, damit man sich die ganze termin-chause noch mal selber aufsagen kann und man hofft, dass niemand, besonders keine gruppen von reisenden frueher als man selbst aufstehen muss bzw. muessen ... und? Genau, es kommt anders. Diesmal also war ruhe am abend vor dem termin. Genau bis 23:30, dann wurde eine busladung brasilianerinnen vor dem hotel abgeladen. Ungefaehr fuenfzig, wie ich spaeter herauskriegen sollte. Die kreischten natuerlich froehlich bis 0:30 auf ihre unnachahmliche Bahia-art auf den hotelfluren umher. Wie denn so die anfahrt war und wann man sich gegenseitig wecken wolle. So sachen eben.

Wann man sich wecken wollte, habe ich dann auch rausgefunden. 5:50 klangen die glockenhellen brasilianerinnenstimmen wieder ueber die flure: "Bom Dia, Maria!", "Bom Dia, Estella!" Man, man, einmal biste mit fuffzig brasilianerinnen aufm hotel und dann kannste dich nich mal drum kuemmern. Ick fluch also ein bischen in mein kissen und gehe um sieben zum fruehstuecksbuffet, denn ick muss frueh auf pitch sein. Wat soll ick euch sagen: Alle fueffzig brasilianerinnen draengeln schon um dit buffet rum, der kaffee is laengst alle, die komischen kellner sind komplett ueberfordert, es is kein tisch mehr frei und trotzdem ein riesen gejauchze. Zu den fuffzig brasilianerinnen gehoert natuerlich begleitung. Zwei pfarrer, die ganze truppe ist von einer organisation mit namen Obra Maria. Ick hab mir das mal mit "Das werk Mariae" uebersetzt. Dit schluemmste is aber, die sind allesamt ueber, also keine ist unter fuffzig lenze alt. So'ne katholikenkaffeefahrt. Hatte ick einen hals ... nee, hat ick nich ... diese Bahia-omis sind naemlich total nett, die unterhalten sich mit dir, och wenn de nuescht verstehst und die besorgen kaffee, weil se sich auch gleich total gut mit dem kellner verstehen.

... und so begann der tag dann doch ganz sonnig und blieb auch so ... und wenn der liebe gott ein einsehen hat, dann schickt er mir, wenn ick mehr zeit habe, nochmal fuffzig brasilianerinnen ins hotel. Dann vielleicht die volleyballnationalmanschaft.


ELEKTRO music department · 18.10.07

logo

ELEKTRO - Check this vintage page from way back in the nineties. Techno galore and the HTML is awful. They used to run a club in the early nineties in Berlin. I think it went out of business in 1995. I still have and sometimes wear a t-shirt with the logo. Well, obviously they are still active, they maintain a myspace profile. Respect guys.


Rugby Stil · 18.10.07

Wir haben letzten samstag das halbfinale der rugby w.m. gesehen. Frankreich gegen England. Muss man ja gesehn haben. Die schoene fand uebrigens Sébastien Chabal allemal schicker als die ganzen geleckten fussballfatzkes. Dann wisst ihr ja jetze, wo es stilmaessig hingehen wird.


Diese F.A.Z., was ist das? · 18.10.07

Was jetzt kommt ist schon ne woche alt. Es nervt mich aber immer noch. Deswegen jetzt doch mein kommentar.

Ihr kennt doch alle diese F.A.Z.. Frankfurter Allgemeine Zeitung heisst die abkuerzung. Dieses blatt fuehrt sich ewig wie die letzte verbliebene serioese zeitung am deutschen blaetterfirmament auf. Ein feuchter kehrricht ist sie. Warum? Das kann ich kurz an der ausgabe vom 10.10.2007 zeigen.

An eben diesem tage hab ich mir mal ein exemplar gegeben. Und es geht schon bei den beiden kommentaren, die jetzt nicht mehr in fraktur ueberschrieben sind, los. Christian Schwaegerl kommentiert die verleihung des physiknobelpreises an einen deutschen, der ein verkannter star sei und jene frische neugierde vorlebt, "die in einer alternden gesellschaft ..." ach ja klar, denkste dir, die alternde gesellschaft, ohne die geht kein exemplar mehr in druck. Man wendet sich also dem naechsten kommentar zu. Hier geht es um die beginnende buchmesse und es wird umhergeschwurbelt, wie schoen es sei, dass die jeweils bestverkaufenden autoren im letzten jahr der papst und der dalai lama waren und dass wir das neue interesse an der transzendenz nicht als "Eskapismus einer alternden Gesellschaft" ... und wieder die fixe idee von den geronten. Bis hier hin kommts einem nur eigenartig vor. Man rollt ein wenig mit den augen und meint 'na ja, ein wenig tattrig geworden, das prachtblatt, aber immernoch ein schwergewicht'. Aber allet quatsch.

Am 10.10. wurde in der F.A.Z. auch ein thema behandelt, bei dem ich meine mitreden zu koennen. Am 10.10.2007 wurde das verfassungsschutzgesetz von nordrheinwestfalen im hinblick auf die dort moegliche 'verdeckte online-durchsuchung' durch den landesverfassungsschutz, nicht durch polizeikraefte wohlgemerkt, vom bundesverfassungsgericht verhandelt.

Wir wissen, dass unser innenminister hier einige eisen im feuer hat, die das bundesverfassungsgericht ihm schnell kalt werden lassen kann. Wer springt ihm also am 10. oktober mit einem beitrag und einem kommentar bei? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dass die F.A.Z. eine politische agenda verfolgt, muss man nicht, sollte man vielleicht auch nicht kritisieren, dass sie es plump tut, kann man kritisieren, dass sie dabei so brachial inkompetent wie am 10. oktober argumentiert, allerdings, darf nicht sein.

Es geht wie gesagt um zwei beitraege. Um den kommentar "Perverser Grundrechtsschutz" von Reinhardt Mueller auf seite 10 und den fachlichen artikel "Die Angst vorm Bundestrojaner" von Stefan Tomik auf seite 4. Tomik bringt im mittelteil argumente, die man bringen kann, wenn man pro innenminister argumentiert - Ich will jetzt nicht wieder die liste der gegenargumente herbeten - Er rueckt die bedenkenenden in die naehe alarmistischer angsthasen. Kurz, er fackelt routiniert sein journalistenprogramm ab. Das ganze tut er ohne sich gross mit den juristischen und technischen fragen zu befassen. Als aufhaenger des ganzen pamphlets nimmt er aber gerade das thema 'phishing', das klauen von nutzernahmen, passworten und bankverbindungsdaten von rechnern. Damit legt Tomik nahe, dass per onlinedurchsuchung etwas gegen die steigende internetkriminalitaet getan werde. Dies ist falsch. Man moechte nur die gleichen werkzeuge benutzen duerfen und am ende das gleiche tun, wie die internetverbrecher.

Nochmal fuer Sie Herr Tomik. An dem tag, an dem wir das 'phishing' wirksam bekaempft haben, ist die onlinedurchsuchung wertlos, denn sie ist nichts, aber auch gar nichts, anderes als phishing. Aber das weis der Herr Tomik, denn er bittet uns leser, uns nicht aufzuregen, denn wenn deutsche sicherheitsbehoerden solche phishing-werkzeuge verwenden, sei das doch allemal besser, als wenn das wer anders mache. Oder anders: Wenn das BKA bei mir einbricht ist das sicher viel besser, als wenn marodierende banden von auswaerts das tun. Ist es das, was sie mir sagen wollen? Das problem,was er verschweigt ist aber, dass nicht die einen oder die anderen sondern beide am ende bei mir einbrechen.

Was haben wir nun ueber den autor gelernt? Entweder hat er keine ahnung von dem, was er da schreibt oder er versorgt uns wissentlich mit halbwahrheiten und gelogenem. Weil Herr Tomik bei der F.A.Z. ist wollen wir mal annehmen, dass letzteres nicht stimmt. Herr Tomik hat also keine ahnung.

Kommen wir also zu Herrn Mueller und seinem kommentar. Auch hier die argumente, die wir kennen. "Nur ein paar faelle pro jahr. Was ist das gegen den verhinderten massenmord? ... keine polizeiliche standardmasznahme ... angesichts der konkret drohenden Gefahr...". Ja, ja, schon klar und schon hundert mal drauf geantwortet. Es geht aber an diesem 10.10. vor dem BVG nicht um das onlinedurchsuchen als polizeiliche masznahme, sondern als geheimdienstliche. Es geht um ein verfassungsschutzgesetz, kein polizeigesetz. Der unterschied ist betraechtlich, denn im gegensatz zur polizei duerfen die dienste in deutschland niemanden festnehmen, gefangen halten oder anders im polizeilichen sinn zwang ausueben. Die vermischung von polizei und geheimdienst ist doch gerade das problem. Ein problem, das Mueller in seinem kommentar glatt unterschlaegt.

Statt dessen schreibt er, der groesste anznehmende unfall bei solchen lauschangriffen sei, dass zwei menschen bei intimitaeten im bett belauscht werden. Falsch, herr Mueller. Der groesste anzunehmende unfall ist, dass jemand sich nicht in die raeume irgendeiner organisation traut, in der er sich eigentlich politisch betaetigen wollte, weil er fuerchten muss dort abgehoert zu werden. Das ist der unfall, herr Mueller. Der unfall, der geeignet ist die gesellschaftliche oppostion zu hindern oder gar zu unterbinden. Schade, dass sie kein ostler sind, herr Mueller. Was, in des herrgotts namen, haben sie fuer ein staatsverstaendnis?

Ein komisches blatt, diese F.A.Z.. Irgendwo zwischen der fixen idee vom aussterbenden deutschtum und paternalistischem staatsverstaendnis wird mir fachlich halbgares serviert. Danke auch. Bei mir baumelt nun die frage im raum rum "sind die immer so bei der F.A.Z.? ... oder doch nur, wenn sie ihre heimliche agenda verfolgen?" Ich meine einstweilen "immer" und les' wieder was anderes.

(laut Kantel war die F.A.Z. am 11.10. gleich wieder lustig)


Na? Wo war Ich? · 17.10.07

raetselfassade

Na? Wer kann raten, wo ick die letzte woche war? Dafuer lob ick natuerlich kein piccoloechen aus. Dis is ja zu einfach.


Hessisches Nichtraucherschutzgesetz II · 7.10.07

draussen rauchen

Hessisches Nichtraucherschutzgesetz · 7.10.07

Seit zwei wochenenden ist es in kraft, das hessische Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens (Hessisches Nichtraucherschutzgesetz – HessNRSG), das all so beginnt:

§1 Rauchverbot (1) Das Rauchen ist verboten in Gebäuden und sonstigen umschlossenen Räumen [...] 10. von Gaststätten im Sinne des § 1 des Gaststättengesetzes in der Fassung vom 20. November 1998 (BGBl. I S. 3419), zuletzt geändert durch Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407). [...]

Jan Miense Molenaer hat schon mitte des 17. jahrhunderts die folgen in seinem werk "Hessisches Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens" zusammengefasst.

schenke zum halbmond

Es gibt zwei auswirkungen, die wir direkt beobachten koennen.

Drinnen ist es leer. Na gut, das ist ja bei vielen lokalen, besonders hier in rhein-main, ein echter gewinn.

Alle stehen draussen. Das ist der eigentlich prekaere punkt. Es faengt schon am fruehen nachmittag an und durchaus auch an werktagen. Zuerst denkt man noch: Is ja schoen, dass der gemeine suffke mal ein bischen frische luft kriegt. Aber schon nach wenigen stunden sagt man: War auch schoen, als der alkoholisierte bodensatz der gesellschaft sich in umbautem raum aufhielt, sich selbst und nicht unbeteiligte passanten anpoebelte. Liebe landespolitiker, es zeichnet sich der bedarf fuer ein "Hessisches Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivsaufens" ab.

In den tanzlokalen, den tempeln der promiskuitaet, sind die auswirkungen aber noch schlimmer. Frau von der Leyen wird sich in den schlaf weinen. Da stehen kohorten von damen - alle in die leichteste bekleidung - rauchend oder einen raucher anhimmelnd, draussen in der kaelte und holen sich chronische entzuendungen mang die wasserwerke. Die haben doch alle ihre fertilitaetsschuld am deutschtum noch nicht beglichen. Wahrscheinlich werden sie das auch nie, mit derartigen erfrierungen. Am ende haben wir doppelte kosten. Einmal muessen die gesundheitskassen fuer die chronischen leiden der schoenen aufkommen und dann koennen die schoenen nicht mal die zechezahler in spe austragen, die wir doch alle so dringend brauchen.

Ist es das was sie wollten, liebe landespolitiker? Die deutschen reproduktionszahlen noch weiter in den keller und den besoffenen poebel auf die strassen treiben? Das haette dann geklappt. Ich hoffe sie werden zeit finden, noch viele weitere brilliante regeln auszubrueten.


Was Ihr meine Bahncard koennt · 4.10.07

drei bauern an der bahn

Hier mal testweise und skizzenhaft, was mit zeno.orgs bildersammlung gehen kann. Quellennachweis: Bahn und Bauern.


Gefeiert wird wann anders · 3.10.07

Am dritten oktober kannste genauso gut arbeiten gehn. Dit is doch kein feiertag. Der 3. oktober feiert den beitritt der DDR, ein beitritt, der "von oben" herbei verhandelt wurde. Fuer mich das falsche symbol. Das feiernswerte waren doch die ostler, die sich ihren unterdrueckern entgegengestellt haben und nicht ein paar unangenehme breitaerschige politheinis, die irgendwo bei schampus und gebaeck termin und modus des beitritts ausgehandelt haben. Genausogut kann ich den tag feiern, an dem das haus der demokratie in der friedrichstrasse in berlin an den deutschen beamtenbund verkauft wurde. Feier ick aber nich. Nich mein symbol. Leider aber ein deutsches. Wie der 3. Oktober. Proesterchen!

... wenn schon ein deutsches datum, dann der 9. November ... der 18. Maerz ginge auch. Aber nich dit. Bleibt mir weg mit euern festreden.

(noch ein kritiker)


zeno.org · 1.10.07

drei japaner

(bildquelle)


Leben mit der Vollüberwachung · 1.10.07

Endlich, hier ist die aufzeichnung vom Chaos Radio 128:

In einer gigantischen Operation hat das Bundeskriminalamt einen Berliner Soziologen und sein gesamtes Umfeld über mehr als ein Jahr hinweg komplett überwacht. Der Verdachtsgrund: Ein paar Stichworte aus seinen Arbeiten, die mit denen aus Bekennerschreiben einer Gruppe von Brandstiftern übereinstimmen sollen. Die von der Überwachung Betroffenen – insgesamt mehr als 30 Menschen – haben jetzt teilweisen Einblick in ihre Akten bekommen.
Vor dem Hintergrund der Diskussion über das neue BKA-Gesetz und Computer-Wanzen berichtet nun erstmalig einer der von der Überwachung Betroffenen über das, was er in seinen Akten fand. Das für viele so abstrakte Thema "Vollüberwachung" gewinnt plötzlich eine sehr konkrete Dimension. Telefonabhören, Kameras vor der Tür, GPS-Wanzen, Handy-Bewegungsprofile, Ausforschung von Freundin, Bekannten und Nachbarn - all das ist real und keine paranoide Phantasterei.

CR128 Leben mit der Vollüberwachung - MP3 Verweis