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Mit Grosser Sorge · 31.07.07

Normalerweise beginnt der papst seine veroeffentlichungen mit "Mit grosser sorge" zu beginnen. Diesmal beginnt die Gesellschaft fuer Informatik so: Memorandum der Gesellschaft fuer Informatik e.V. zur Identifizierung und Ueberwachung von Buergern. Hier wird auf sechs seiten zusammengefasst worum es geht, was technisch moeglich ist und wie es sein sollte, wenn diese welt toll waere. Lesen.


Einkommens- und Verbrauchsstichprobe · 31.07.07

Grosse ereignisse werfen ihre webseiten voraus. Im jahr 2008 wird wieder die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe erhoben. Wer mitmachen will kann sich bewerben. Die teilnahme ist freilich allemal stilvoller als der besitz dieser bunten pupsipunkt-sammel-rabatt-kaertchen. Hier koennt ihr eure daten angeben und es kommt am ende wirklich was vernuenftiges bei rum. Als kleiner anreiz rechnet euch das Statistische Bundesamt am schluss aus, wofuer ihr euer sauer verdientes geld rausgeboxt habt. Eine super grundlage fuer einige finanzoptimierungen.

Die einzeldaten werden streng vertraulich behandelt. Teilnehmer machen natuerlich kohorten von soziologen und oekonomen froehlich und soziologen und oekonomen sind doch durchweg nette leute, denen man nichts abschlagen kann.


Sommerlust Sozialdemokratisch · 29.07.07

plakat sommerlust

Unter dem titel sommerlust 2007 hat die wiesbadener S.P.D. einige exkursionen fuer interessierte organisiert, es geht unter anderem zur polizeihundestaffel, zur Rhein-Main-Muelldeponie, zum Hauptklaerwerk und zum abschluss dann zum Nordfriedhof. Da verspuerste lust, wa?


Oma und Bob Dylan · 28.07.07

Es gibt doch vom Ringsgwandl dieses lied, das meine oma immer toll fand: Nix Mitnehma! Ganz ein starker song. Wo auch ich immer dahinter stand. Im grossen und ganzen gehts drum, dass du halt mochng kannst was'd willst, du kannst am ende eben doch nichts mitnehmen. In den strophen werden immer lebensentwuerfe aufgezaehlt, die im refrain mit 'nix mitnehma!' zur vergeblichen muehe werden. Guter song und genau auf omas weltanschaulicher linie.

Jetze war ick ja bis jestern unter anderm in Innsbruck. Da hatte die Innsbrucker Stadtmarketing GmbH was veranstaltet. Heuer fand zum neunten mal das Innsbrucker New Orleans Festival statt. Da fanden und finden sich bis sonntag die blues-groessen der zillertals zusammen und jammen. Klingt toll, wa? Is aber wirklich nicht so schlecht. Als wir am donnerstag da waren hat das wetter mitgespielt, es war umsonst und draussen und die haben da schon eins zwei guten leute. Gabriel Castaneda zum beispiel, wuerd ich sofort buchen, wenn ich ein zelt zu bespielen haette. Sechs von ihren blues-groessen haben sie jedenfalls am donnerstag jeweils zwei klassiker singen lassen und am schluss, und jetzt kommts, habens alle zammen you gotta have to serve somebody von einem gewissen Bob Dylan gesungen und ich hab gleich gedacht, des is doch des von dem Ringsgwandl do! Dieses Nix Mitnehma! und da bleib ich auch bei, eine autor hat sich hier vom andern inspirieren lassen. Plagiiert wurde sicher nicht, die stimmung und aussage der beiden lieder sind ja doch sehr unterschiedlich.

Ich jedenfalls freu mi, dass oma auf die weise auch ein lied von diesen Dylan Bob gut fand, so hintenrum jedenfalls.


Barbie-Girl Haken · 17.07.07

barbie girl avatar vom haken

Ok, hier noch einer, dann aber schluss. Dieset barbie-girls.com BETA, herrlisch! Da kannste die janze zeit deine wohnung einrichten und accessoires kaufen und mit der freundin im cafe sitzen. Aber, kinder, die schoenen sachen jehen immer zuerst krachen. Meine prognose: in drei monaten is dit eine ueble pornomeile, wenn sie da nicht eins zwei fuenf identitaets-checks einziehen. Im moment brauchste nich mal eine email angeben. Wenn sie das mit der identitaet schaffen bei Mattel, kann dit eine janz grosse furchtbar kitschige maedchenwelt werden, das einem dit amalgam aus der kauleiste faellt. Ick hab schon vier freundinnen und man muss sich irgendwie wat schenken, wat man vorher von sauer verdiente BarbieBucks gekauft hat. So ne art second life fuer vorpubertierer.

Doof is aber, dass mann kein junge sein darf, wie man an mein unfreiwilliget ego peggySchmidt oben leicht sehen kann. Auch doof, dit rollenbild, dit weibliche, wat da jepriesen wird. Peggy is ungefaehr der gipfel an intellekto, der moeglich ist. Sie hat henna haare und ein tarnkleid und ramones jeans. Dis is gloob ick nur zu toppen durch komplett schwarze kluft und schwarze haare. Die jungs sind in der barbie-girl-welt BETA, bestenfalls ALPHA und bestechen durch wortkargheit und schwachsinn, weil rein computergesteuert. So sind wir jar nich!

Mit dieser kurzeinschaetzung beende ick meine karriere in der barbie-girls-welt och wenn dit wohnung einrichten und accessoires ausprobieren eine kurzweilige sache sind.

(via schockwellenreiter)


Sekt Bestellen · 16.07.07

sekt in der innemministerkantine

Da wird der herr innenminister sich wohl jeden mittag einen kleinen schampus bestellen, jetzt wo dis machtvolle publizistische geschuetz "Der Haken" nurmehr unregelmaessig feuert. Aber ab anfang august ist die schoene zeit vorbei. Denn jeht's wieder los hier.

Ach ja, der herr redakteur war jetze mit der schoenen am schoenen wattenmeer und jetz isser in der hauptstadt und macht sich dann bald auf, richtung sued-sued-ost, irgendwie.

Bleibt dranne!


Treffpunkt Rechts · 11.07.07

kameramast mit teffpunktschild

Wat koennten denn die schilder heissen? "Wenn sie ihr demonstrationsrecht wahrnehmen wollen, treten sie bitte unter die kamera" ... Oder doch wat anderes?


Simpsons Haken · 11.07.07

haken simpsons avatar

This would be more or less me, here are

How'd you look like? ...

 


Are You into Index Cards? · 11.07.07

spend hours watching lovely index cards


Korrektur bei von Randow · 10.07.07

Jetz mal wieder ein BiBüBlo-Eintrag: Gero v. Randow scheibt ja fuer die zeit. Er schreibt letzlich darueber, warum mehr ueberwachung eine gute idee ist. Sein hauptargument ist, dass der staendige beobachtungsdruck den uebeltaeter zu fehlern verleitet. Deswegen waere etwas mehr beobachtungsdruck doch ganz gut. Er beschreibt in dem artikel was seiner meinung nach technisch moeglich ist, wenn wir ueber verdeckte onlinedurchsuchung reden:

Technisch ist es möglich, die Verbindungsdaten eines Nutzers auszuspionieren, ohne dass er es merkt, und anschließend die Verbindungsdaten sowie die Inhalte seiner Netzkommunikation zu überwachen. Gewitzte User können sich dem entziehen, wenn sie am ewigen Wettkampf der Offensiv- und Defensivkräfte teilnehmen. Das aber bringt Aufwand mit sich und verleitet zu Fehlern [...]

Das ist aber nicht, worum es der diskussion um onlinedurchsuchungen geht. Es geht nicht darum den netzverkehr zu ueberwachen, also uebertragen auf die gute alte briefmarkenzeit, die briefe abzufangen und zu lesen. Es geht darum sich kompletten zugang zum schreibtisch an dem die briefe geschrieben werden zu verschaffen.

Warum es genau darum geht sich zugang zu den schreibtischen der buerger - wir sollten wieder mehr 'buerger' und weniger 'gefaehrder' sagen - zu verschaffen hat folgenden grund. In den 90ern hat man bei den kriminalaemtern bemerkt, dass immer mehr nachrichten im internet verschluesselt uebertragen werden. Das hat einen gesetzgebungsreflex ausgeloest. Seinerzeit wollten die verfolgungsbehoerden durchsetzen, dass ihnen zu jeder verschluesselten nachricht auf verlangen der schluessel auszuhaendigen sei. Schluessel, von denen keine kopie bei den behoerden liegt, waeren demnach illegal gewesen. Jeder, der sich ein wenig mit der materie auskennt, wird die abstrusitaet dieser idee leicht einsehen. Der vorschlag wurde damals nichtmal zur gesetzesinitiative. Stattdessen wurde gesagt: "Gut, wenn wir die nachricht nicht auf ihrem weg abfangen und entschluesseln koennen, dann ... ja dann ... ja wann den dann? Genau! Am schreibtisch des authors oder des empfaengers, denn der muss sie ja irgendwann entschluesseln!" So kommt die ganze debatte zustande. Das problem ist freilich, dass man ver- und entschluesseln leicht auf einen rechner ohne jeglichen netzanschluss verlegen kann. Dann sind die schreibtischschnuffler raus aus dem spiel. Das ist uebrigens mein tip, nicht versuchen mit firewall und firlefanz gegen die schnueffler anzugehen. Schafft euch quarantaenerechner ohne jeden netzzugang an, wenn ihr sachen verschluesselt transportieren muesst. Aber zurueck zur debate um die onlinedurchsuchung, die verdeckt erfolgen soll.

Wenn man sich nebbich verdeckt, hier liegt die crux, verdeckt zugang zu jemandes schreibtisch verschafft, dann nennt man das auch heute noch einbruch. Das darf ein geheimdienst vielleicht. Die polizei sollte das tunlichst unterlassen. Frau Merkel hat sich uebrigens zwischenzeitlich dafuer ausgesprochen, den einbruch durch die polizei bald zu legalisieren und das, waehrend die republik noch um fassung ringt, ob der neuen vorschlaege aus dem hause schaeuble.

Wat ick aber eigentlich sagen wollte is, dass der von mir sehr geschaetzte herr von Randow die debatte in seinem artikel nicht ganz korrekt darstellt. Ich bitte das zu beachten.


HBO Voyeur · 10.07.07

screenshot

The silent movie returns. Ok, not silent, but without spoken dialogues. Heres to HBO for http://hbovoyeur.com/. A flash site that tells some stories. Make sure you've got half an hour and broadband access to the web. Explore it, it's great entertainment.

(via vowe)


All Online Data Lost · 10.07.07

screen shot

Breaking News: All Online Data Lost After Internet Crash


Werbevertrag oder wat? · 10.07.07

Dit find ja wahrscheinlich mal wieder nur ick komisch, aber wieso steht eigentlich in ziemlich vielen dokumenten der europaeischen union, die als pdf veroeffentlicht werden "Microsoft Word" im dokumententitel. Haben die da so eine art werbevertrag?


Bauernschlau? · 9.07.07

Komisch, nicht? Dieser Schaeuble-stil. Soll das bauernschlau sein? Hat der innenminister, und das meine ich, einfach wirklich die antennen fuer die stammtische? An den stammtischen sitzen womoeglich mehr volle hosen, als wir uns vorstellen und die naechste wahl, die kommt, und dann besetzt er das thema innere sicherheit glaubwuerdig ohne einen seiner diffusen bir bekloppten vorschlaege durchgesetzt haben oder das jemals vorgehabt zu haben. Oder? Herr innenminister, ist doch so?


So Schlimm Isse Nich · 9.07.07

jetzt hab ich ja ne weile auf frau zypries rumgehackt. Das hab ich nicht ganz zu unrecht gemacht, aber man kann ja nicht umhin sie auch hin und wieder ... na ja, woll'n ma' sagen, ... zu loben. Warum? Darum:

Im moment leistet das justizministerium noch widerstand gegen schaeubles verdeckte online-durchsuchung und wie ich hoffe auch gegen seinen restlichen bloedsinn

Seinerzeit, bei den verhandlungen zur vorratsdatenspeicherung, die wir ja einfuehren muessen, weil die europaeische union uns das per richtlinie (yahoo HTML-Version) reinreicht, hat sie die echten schnueffelfreaks aus der union runtergehandelt, nicht weit genug aber, na jut.

Verbockt hat sie ja eigentlich nur die urheberrechtsnovelle und die aenderung des StGB im mai, die der Bundesrat, obwohl noch im mai eher dagegen, jetzt nun doch durchwinkte. Seien wir also milde. Sie meints wahrscheinlich echt nicht boese, aber sie und anscheinend auch ihre refrenten haben schlicht wech keine ahnung, es ist alles ganz furchtbar. Wenn ich das mal extrapoliere auf die gebiete, von denen ich keine ahnung habe ... und die entsprechenden minister eben am ende auch nicht ... wer weiss ... was qualifiziert eigentlich diesen Steinbrueck und den Glos und den Schaeuble?


Koinzidenz · 4.07.07

Heute machte die BILD, ja sie schreit einen jeden morgen an und wird auch wirklich dutzendfach gekauft hier in der gegend ... zum kotzen ... also jedenfalls heisst es heut vorn auf der BILD "CDU-Ministerin: Ich liebe eine Frau". Na fein, wenn da gestanden haett "CSU-Minister: Ich liebe meine Frau" waer das auch ziemlich ueberraschend gewesen - och, kommt leute, der kalauer sei mir gegoennt - Wo ich aber eigentlich hinwill, is ja was anderes. Dieser beitrag ueber die hessische kultusministerin Karin Wolff ist ja durchaus positiv geraten. Wenn wir uns vor augen fuehren, dass die gleiche zeitung gerade die Benedikt-Bibel in den markt drueckt. Ob papst benedikt aehnliche wort faende wie "Was für eine mutige Frau!" die "keiner Diskussion aus dem Weg geht". Andere personen des oeffentlichen interesses haben fuer einen aehnlich unchristlichen lebenswandel ganz anderes zu lesen bekommen, zumindest aber ein geruettelt maß haeme abbekommen.

Vielleicht ist es ja so, dass die BILD-redaktion in frau Wolff durchaus eine schwester im geiste erkennt, die es zu schonen gilt. Nicht nur weil sie vize von Roland Koch ist, nein, die frau kann mehr. Just heute beschaeftigt sich noch eine ganz andere organisation mit dem was frau Wolff so tut. Die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG), eine der groessten foerdereinrichtungen schreibt heute unter dem titel "Keine Schöpfungslehre im Biologieunterricht" folgendes zu Frau Wolff:

Mit Sorge betrachtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die jüngsten Äußerungen der hessischen Kultusministerin Karin Wolff zur möglichen Aufnahme der Schöpfungslehre in den Biologieunterricht an hessischen Schulen. "Die Schöpfungslehre eignet sich nicht zur Beschreibung der Evolution" [...]
-- DFG Pressemitteilung

Leide war die pressemitteilung weder in sprache noch inhakt tauglich, von der BILD aufgegriffen zu werden. Ich freu mih ja schon ueber die koinzidenz. Trotzdem nochmal, um misverstaendnissen vorubeugen, ich glaube nicht, dass frau Wolff zu den evangelikalen gehoert. Das ist nur dieses eigenartige laendliche wissenschaftsferne gutmenschentum mit trockenblumengesteck und nem religoes-drall. Ob diese eigenschaft einen kultusministerin schmueckt, sei dahingestellt. Ich meine nicht.

Wer englisch kann, kann noch den beitrag "Das neue Zeitalter der Ignoranz" im Guardian lesen.

(via luebeck)


Wat is' aus Ihnen jeworden? · 4.07.07

Leider gibts hierfuer nur eine quelle, aber trotzdem. Brigitte Browser Zypries' antwort auf die bemerkung, dass es nicht nachvollziehbar sei, wenn angesichts der Medienbrueche in Bildung und Wissenschaft nicht mit elektronischen Dateien ueber die Bibliotheken gearbeitet werden duerfe:

"Was wollen Sie, ich habe mein ganzes Studium damit verbracht, in der Bibliothek Texte zu exzerpieren und auf dieser Grundlage mich vorzubereiten und meine Texte zu schreiben, und Sie sehen ja, was aus mir geworden ist."
-- Rainer Kuhlen in Text&Blog

Richtig, Frau Zypries, ich sehe was aus ihnen geworden ist. Wenn Sie es auch sehen, sollten Sie die konsequenzen ziehen.


Dialogspiel · 4.07.07

Heut mal ein spiel, was die werten leser gern auch mal probieren koennen. Die regeln sind einfach. Man braucht eine schulung, schulstunde, vorlesung oder ein meeting. Da sitzt man zu zweit drin. Die beiden mitspieler sollten auf/in der sitzung/schulung keine groesseren redeanteile haben. Das stoert. Einer faengt das dialogspiel mit dem titel an. Alles andere muss sich jetzt durch wechselseitiges hinzufuegen eines satzes durch jeweils einen der mitspieler ergeben. Es wird nicht gesprochen. Hier mal ein ergebnis:

Amtliche Dialoge 2007

Moderator: Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie herzlich zu den diesjährigen amtlichen Dialogen. Wir haben natürlich wieder interessante Gäste eingeladen. Wir haben heute bei uns, und das freut uns besonders, Ministerialassistent v. Brügge, der heute die Unterarbeitsgruppe „Optimierte Koordinierung“ vertritt.

v. Brügge: Guten Tag. (Applaus brandet auf)

Moderator: Außerdem freue ich mich die Oberverwaltungssekretärin des BMT am Querschnitt VDK/KLM zu begrüßen. Herzlich willkommen Frau Haas.

Haas: Herzlichen Dank, dass ich da sein darf! Ich glaube diese Diskussion wird total spannend! (einige Klatscher)

Moderator: Die weiteste Anreise heute hatte sicher Verwaltungs-Ataman Pumghan, der in seiner Heimat oft „Papiertiger vom Panschutal“ genannt wird. Herzlich willkommen Herr Verwaltungs-Ataman!

Pumghan: Deutsche Amt wie Klatschmohn vor Ernte! Ist große Ehre hier zu seie vor Bewunderung! (Betretenes Schweigen)

Moderator: Das Hiersein von Verwaltungs-Ataman Pumghan führt mich auch gleich zum Thema, zu dem Herr Pumghan sicher einiges beizutragen hat. Wir wollen heute erörtern, wie sich die Novellierung des SGB Ⅱ auf die föderalen Beziehungen in unserem Lande auswirken wird. Herr v. Brügge, wie sehen Sie das?

v. Brügge: Die Novellierung führt uns vor ernst zu nehmende Kapazitätsengpässe im Bereich der Anpassungsfähigkeit nachhaltiger Maßnahmeprogramme, die wir durch die verstärkte Intensivierung des Rahmenhandlungsbedarfsinitiativenwettbewerbs RHBIWB anpacken - was uns ja sowieso von der EU-Verwaltungsrichtlinie aus den Task-Force-Berichten vorgeschrieben wird. Also ich spreche hier vom Anhang D der Regulierungsverordung 23/108/2005 des Rates.

Pumghan: In mein Heimat Leute sagen: Ziehe deine Kanone auf den Berg Shan, denn so wirst du das Land beherrschen. (zustimmungsheischendes Nicken in die Runde. Niemand regiert, bis auf einen Zuschauer, der laut klatscht, strampelt und „Bravo!“ ruft, sich dann aber zurücknimmt)

Haas: Ich glaube, was unser Gast sagen will ist, dass wir mehr miteinander sprechen sollten, uns mehr zuhören sollten! Kommunikation! Das ist doch auch bei der Novellierung das Thema! Die Länder ...

Moderator (fällt ihr ins Wort): Herr v. Brügge, besonders die Aktivitäten in der RHBIWB-Evaluation zeigen doch klar, dass die §§ 53a – d auf Länderebene Widerstände hervorrufen?!

v. Brügge: Im Kern gibt es Abstimmungsbedarf bei den Rahmeninitiativen zur Novelle Geg. Ⅱ, also bei Maßnahmen, die nicht auf Querschnitt gerichtet sind, sowie Maßnahmen, die auf Querschnitt gerichtet sind und Maßnahmen, die teilweise auf Querschnitt gerichtet sind. Es gibt also im allgemeinen keine Probleme, sondern höchstens gewisse Schwierigkeiten, was natürlich problematisch ist. Deswegen sage ich ja: RHBIWB!

Haas: ...aber Sie zwingen die Mitarbeiter in ein Korsett! Das sehe nicht nur ich so. Die Personalräte und örtlichen Gleichstellungsbeauftragten sind hier mit mir auf einer Linie. ...

Pumghan (fällt ihr ins Wort): Bei uns gibt goldenes Wort im Streit: „Den schwächsten frisst die Katz. Die Katz frisst Löwe. Löwe ist König!“ Heißt: Soll Frau erstemal still sein und musst neue Gesetz halt durchsetze mit Waffengeschütz. (Grinst weise. Wieder gibt es einen einsamen Bravo-Rufer, woraufhin sich Pumghan bedankt:) Danke.

Haas: Also?! ... das glaub ich doch jetzt nicht!

Moderator: Ha, ha ... ja äh ... Herr ... äh ... Herr Pumghan, wir werden nachher sicher noch Gelegenheit haben, auf Ihre Erfahrungen mit dem Thema einzugehen. Frau Haas, Sie sind nicht ganz d'acor mit Herrn v. Brügge?

Haas: Optimierte Kooperation erfordert Standardisierung. Das ist die zentrale Message, die wir bei der „AG Innovative Verwaltung“ als Leitthema herausgearbeitet haben. Und wer mir vorwirft, mein Sexualleben sei unerfüllt, den geht das gar nichts an.

Pumghan: Ein Weib heiratet Löwe. Ein Weib heiratet Erdferkel. Es ist nicht ihre Entscheidung. Weib von Erdferkel will oft am Tisch der Männer sitzen.

v. Brügge: In der Kooperation von Bereichsleitern auf der oberen Verwaltungsebene von Bund, Land und supranationaler Einheit ist der Handlungsbedarf in diesem Falle bereits längst in den Prioritätenkatalog eingegangen.

Haas: Ihr seid alle so gemein!

Moderator: Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, ich glaube unsere Diskussionsrunde hat wieder einmal interessante Fragen aufgeworfen und kreative Lösungswege aufgezeigt. Ich bedanke mich im Namen der gesamten Redaktion bei unseren Gästen und wünsche den Zuschauern zuhause an den Fernsehgeräten noch gute Unterhaltung bei der nachfolgenden Sendung „Das bumsfidele Berghotel“.


Martensteins Video Welt · 1.07.07

Es gibt ja schon eine weile dieses watchberlin.de. Ich dachte, nein, ich denke ja, dass die welt genau auf diese art kiez fernsehn von nachbarn fuer nachbarn gelechzt hat. Wer braucht sowas? Wer braucht alkoholisierte studniks auf busreise von Koeln nach Berlin? Keiner, genau. Wo soll denn hier bitte der mehrwert sein? ... und dazu die selbst auferlegte geografische enge. Den erfolg dieser plattform sehe ich noch nicht kommen.

Aber einen treffer haben sie bei watchberlin.de gelandet. Die haben Harald Martenstein, der in loser folge weisheiten veroeffentlicht, nach der die welt diesmal wirklich gelechtzt hat. Den Martenstein kennen ja sonst nur regelmaessige Luebeck leser. Aber das koennte sich aendern, in seinen videos kommentaren ist er so knuffig und witzig, dass sich schon die ersten plagiateure an dem format versuchen. Den Schwenzel plagiateur zu nennen, is fast unfair, er ist ja eigentlich einer der originellsten da draussen. Aber wurscht jetzt, hier Martensteins aktueller beitrag, den ich hier gern zeige um ein wenig von seinem mutterwitz auf mich abfaerbetn zu lassen ... Mich zickt das ja schon an, ich glaub, sowas probier ich auch mal.