The following links may help navigating this page
No Feed Found

Hier lacht der Webmaster · 2004-11-28

Heute auf dwdl.de:

Als erstes Internet-Nachrichtenangebot im deutschsprachigen Raum will heute.de zwei Varianten anbieten: Eine optimierte Version für Bildschirmaufloesungen ueber 1024 x 768 Pixel sowie eine Version von 800 x 600 Pixel für herkömmliche kleinere Monitore.

Les' ich recht? Was sind denn da fuer leute am start? Dafuer soll ick gebuehren zahlen? Ich bin gespannt, wie sich heute.de auf 'nem smartphone so macht. Man sollte den Lerchenbergern mal die BITV zu lesen geben. Der prioritaeten wegen.

(via hebig.org)


Robust oder Sicher oder Beides · 2004-10-21

Herr Luebeck sinniert ueber die unterirdischen marktanteil von !Win auf dem desktop. Er stellt zuerst fest, dass mit KDE ein quasi windows auf dem desktop existiert. Hier moechte ich wiedersprechen, das KDE ist in resourcenverbrauch, stabilitaet, handling einem nutzer schlicht nicht zuzumuten. Wer seinen frieden mit der konsole (Ctrl+Alt+F1/F6) nicht gemacht hat, nicht machen will, wird ein KDE basiertes Linux nicht als produktionsstabiles system kennenlernen koennen. Damit steht und faellt aber die akzeptanz an der sachbearbeiterfront. Wenn man frau Klawitter aus der personalabteilung per telefon erklaert, sie soll doch mal 'ps aux | grep konqueror' eingeben und dann 'kill -9 [PID konqueror]', dann spaetestens sollte man wissen wo man seine XP-rotkreuz-CD verbuddelt hat.

Waehrend ich das thema 'fachverfahren' gar nicht so kritisch sehe. Der kundendruck, browserschnittstellen anzubieten fuehrt bei vielen verfahren dazu, sich als serverprozess zu begreifen und dann kommt auch irgendwann die anforderung, eine version fuer unixderivate bereitzustellen (Beispiel). Am server sieht die marktanteilswelt eben doch noch anders aus.

Am ende des tages braucht man als anwender dann noch einen browser, und der muss zuerst stabil laufen, genau wie die fensterumgebung darunter. Ein sehbehinderter mit einem veritablen spasmus und einem LogiTech treiber fuer seine MicroSoft wheelmouse darf es nicht schaffen den desktop abzuschiessen. Das ist aber beim KDE einfach nicht gegeben, egal wie sehr das look&feel dem win desktop entspricht. So erklaert sich dann, teils zumindest, der !win marktanteil am desktop.


3D EgoShooter · 2004-10-18

"Jericho Friedhofsgärtner plus" ist kein christlich fundamentalistisch angehauchter 3D ego shooter, sondern eine software fuer friedhofsgaertnereien. Aehnlich wie Hades (gefunden bei Pfarrer & PC). Uebrigens wird heute angefangen die arbeitslosengeld II antraege in die neue ArbeitsAgenturSoftware einzugeben. Das programm heisst wahrscheinlich MedusaPlus oder ArmageddonPro.


Sun Microsystems macht gute Geschaefte · 2004-10-01

Sun Microsystems moechte eines seiner softwarelizenzmodelle patentieren lassen, meldet die computerwoche. Diese patentgeschichte nimmt immer groteskere formen an. Ein kommentar in der computerwoche schlaegt vor, man solle sich doch patente selbst patentieren lassen. Ich haette da auch noch was, ich hoffe ich bekomm dann bald post vom US Patentamt, das wie folgt lauten sollte:

Unter der patentnummer 08/15 IV geniesst fuer fuenfzehn jahre patentschutz: Ein verfahren bei dem unter verwendung einer bildhaften darstellung und durch gleichzeitige stimulation der eigenen genitalien der samenerguss herbeigefuehrt wird.

Fuer zwanzig cent pro anwendung des verfahrens koenntet ihr dann lizenzen erwerben. Mit dem richtigen anwalt kann ich die lizenzen dann direkt bei Playboy, Praline und Sankt Pauli Nachrichten einklagen und die journale schlagen euch das dann direkt auf den heftpreis auf und kommt mir nicht mit 'prior art'. Ist doch super oder? Wer heut schon anteile zeichnen will, ihr wisst ja wie man mich erreicht.

Moab aber schleuderte seinen samen in den sand, im angesicht seines weibes und zahlte keinen jotah.

No Software Patents


Microsoft handelt · 2004-09-09

"Microsoft handelt", das klingt immernoch eher wie eine drohung und richtig, der MS marketingchef, wenigstens der ist ja wohl begnadet, hat sich gedacht: 'Wir muessen Public Relation und Corporate Citizenship machen, damit wir nicht irgendwann bei den foerdergeldern hinten runter fallen.' Weil der MS marketingchef aber kein dummer ist, hat er sich weiter gedacht: 'Lass uns mal ganz ganz dezent noch ein wenig die produkte der schoenen bunten microsoftwelt platzieren. Ach ja, und dann lass uns mal die begluecken, bei denen sich markennamen und produkte am leichtesten verankern lassen.' Gedacht, getan: Microsoft handelt, nein behandelt, jetzt grundschueler. Hier lernt der dreikaesehoch wie man word bedient, auf dass er es spaeter auch fein kauft. Auch 'infos fuer multiplikatoren' sind da. Auf dass auch die gleich kaufen und die ganzen formbaren konsumenten ordentlich auf linie bringen. Das alles ist, als wuerde McDonalds ab morgen an den grundschulen 'Wie ernaehre ich mich richtig?' unterrichten wollen.

Was Microsoft natuerlich immernoch nicht macht, waere syntaktisch korrektes html ausliefern. Fuer den ewig renitenten freidenker im schuldienst, da soll's die ja noch im dutzend geben, kommen aber wahrscheinlich andere handreichungen eher in frage: Freie Software und Bildung e.V.


Radio Frequency Identification RFID · 2004-08-06

Nachdem gestern abend aus heiterem himmel drei blondinen in meiner kueche standen, die sich ebenda betrinken wollten ...ich konnte das verhindern... hab ich heute abend sturmfrei. Naja, mein halbleiter technik zoo braucht auch mal zuwendung. Was sich gerade als grandios erweist, ist Deutschlandfunk. Zwischen sieben und acht ein beitrag zum ersten weltkrieg und die sicht seiner zeitgenossen darauf und jetzt ein 'feature', ja sie nennen das 'feature' beim deutschlandfunk, zum thema 'was ist heute technisch bereits an ueberwachung moeglich und wie weit ist die theoretische moeglichkeit bereits realisiert und was soll man davon halten'. Fuer nen alten fatalistischen ostler ist es immer wieder schoen zu sehen, wie gern wir alles wegwerfen, was unsere buergerrechte schuetzt, nur um ein klein wenig sicherer zu sein. Naja, 'wer bereit ist freiheit fuer sicherheit aufzugeben wird am ende beides verlieren'. Schoen war es damals, schoen sicher.

Ich hoer jetzt kurz zu und melde mich spaeter zurueck ... so geschafft, die dichte an information war ziemlich hoch, man musste seinen Orwell und seinen Huxley gelesen haben. Ich will nicht versuchen den roten faden, wenn es ihn denn gab, nachzuzeichnen. Statt dessen werde ich fetzen von information und reflektion, die mir haengenblieben aneinanderreihen. Keine vollstaendigkeit, keine ausgewogenheit:

+++ die realitaet wird durch Huxley besser beschrieben. wir haben es mit einem fuersorglichen staat zu tun. +++ es gibt bald keine moeglichkeit mehr, sich als kunde nicht zu profilieren +++ ganz viele kleine brueder +++ Radio Frequency Identification ist komplett intransparent, aufklaerung des kunden muss erzwungen werden +++ die payback kundenkarten der metro ag wurden ohne wissen der kunden mit rfid chips ausgestattet +++ je komplexer die systeme, desto leichter lassen sie sich behindern +++ die gesammelten datenmengen sind nicht mehr beherrschbar +++ doch sie sind +++ subkutane rfid chips entsprechen nicht unserem menschenbild +++ discostammgaeste in mexico stadt koennen sich einen rfid chip implantieren lassen und koennen das lokal dann bargeldlos frequentieren +++ 150 mitarbeiter der mexikanischen grenzschutzbehoerde sind mit subkutanen gps chips versehen +++ Das Millionenspiel - der Klassiker +++ Frau Leuthaeuser-Schnarrenberger wird immer mehr zu meiner heldin! eine sehr integere person +++ friedensstiftende verteidigungsmasznahme +++ kommunikationskontrolle - zensur war gestern +++ Daniel Depius tauschte in einem hotelzimmer bizarre sexuelle fantasien mit FBI agenten aus, das brachte ihm 35jahre bundesgefaengnis, der erste gedankenverbrecher +++ oeffentliche verwaltung, schnellere genauere auskuenfte +++ das, allem unfug immer aufgeschlossene europaeische patentamt macht es moeglich +++


Telekomkunden und Datensicherheit · 2004-07-27

Auweia, da haben jetzt aber ein paar leute maechtig rote ohren, hoffe ich. Offensichtlich ist das aufrauchen der telekomkundendatenbank ein neckischer spass fuer zwoelfjaehrige im ferienlager. Nichts womit sich krasse osteuropaeische hacker lange abgeben wuerden:

http://ds.ccc.de/083/obsoc/

Man glaubt es nicht. Wirklich, manchmal glaubt man es nicht.


Warum eGov projekte grandioser scheitern als andere kleinE projekte... · 2004-07-16

Die Zeit analysiert es uns heute wieder messerscharf. Unsere versuche, die deutsche verwaltung mit halbleitertechnologien schlanker, schmaler, intellenter zu machen, scheitern bei weitem zu haeufig.

Meine lieblingsargumente, Favoriten zuerst:

  1. Das vergaberecht erschwert iterative kundennahe entwicklungsprozesse
  2. Auf seiten der verwaltung verhandeln verwaltungsjuristen vertraege von deren inhalt sie zu wenig verstehen
  3. Aus dem ruder laufende projekte werden in verwaltungen seltener abgebrochen als in der 'freien wirtschaft'. Kollektive verantwortungslosigkeit
  4. etc. etc. etc.

Irgendwie ueberkommt einen beim gedanken an verwaltungen und informationstechnologie das gefuehl, organisationen von der groesze und ausgestattet mit der feinmotorischen kompetenz eines Godzilla versuchten sich an geschicklichkeitsspielen, bei denen es gilt drei kleine kuegelchen gleichzeitig in drei loecher zu balancieren. Schade, dass unser Godzilla so kostenintensiv trainiert...


Wuermer und Viren · 2004-06-11

Heute hatten wir eine kleine feine konversation beim mittag:

A: "Der Systemadmin hat heute frueh eine mail rumgeschickt, dass ein neuer wurm kaeme. Der wurm ist bei mir noch nicht angekommen."

B(an sich runter schauend):"Ich hab auch noch meinen alten wurm."