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Die Phasen der Zuwanderungsakzeptanz · 2015-10-02

Da gibt es doch diese Phasen der Trauer. Was war das gleich? Leugnen, Wut, Hadern und Feilschen, Depression, Akzeptieren oder so ähnlich. Sowas Ähnliches kann man garantiert auch fuer die Phasen der Zuwanderungsbewältigung aufschreiben. Man muesste es halt nach Gruppen trennen. Ganz grob nach den "Begrüßern" und den "Besorgten". Kognitive Dissonanz spüren sicher beide Gruppen aktuell irgendwann. Die einen, weil man jetzt wieder erwarten doch Einschränkungen hinnehmen muss - vielleicht fällt diesen Herbst der Zumba-Kurs in der Schulturnhalle aus oder die Busse sind voller - die Anderen weil viele der Geflüchteten wohl wirklich bei uns bleiben werden. Wenn diese Dissonanz nicht in Neurose oder Psychose enden soll, muss man sie irgendwie durch das annehmen bisher verworfener Erklärmuster auflösen. Akzeptanz eben ... wie bei der Trauerbewältigung.

Unserem Innenminister kann man gerade bei der Akzeptanzarbeit zusehen. Er ist gerade in der "Im Sommer waren sie noch dankbar"-Phase. Klingt als glaube er, da kommen jetzt - im Gegensatz zu früher - Leute die frecher sind. Schwer haltbares Erklärmuster, oder? Könnte es nicht auch sein, dass da ganz ähnlich strukturierte und traumatisierte Leute agieren wie im Sommer, nur eben jetzt in Zeltstädten und Massenunterkünften? Ein Erklärmuster, dass zu akzeptieren sich m.E. lohnen würde. ... am besten bevor man halbgare Dinge in die Kameras redet.

Und jetzt habe ich noch kein Wort ueber die Akzeptanzarbeit verloren, die Leute leisten müssen, die alles verloren haben und/oder in ein vermeindlich gelobtes Land kommen. Für einen matten Abglanz dessen lohnt es sich sicher O-Töne aus die Aufnahmelagern für die Ostler von vor 25 jahren anzusehen.


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