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Demontagestimmung · 2009-05-07

Macht spass der pressearbeit der 'leute im internet', wie wir uns gestern bei der ersten lesung der frechheit von gesetzentwurf aus dem hause von der Leyen im bundestag nennen lassen mussten, zuzusehen. Bisher habe ick aber gedacht, irgendwie erreichen wir nur unseresgleichen: heise.de, telepolis, der freitag (immerhin) und dann gestern doch auch mal spiegel.de haben unsere argumente aufgegriffen und korrekt wiedergegeben. Da denkste aber immer, sowat liest doch keiner mit nem parternalistischen weltbild, der die bockige familienministerin immernoch fuer eine patente macherin haelt, paederasten den schwanz abreissen will, aber einer generellen zensurinfrastruktur doch irgendwie skeptisch gegenuebersteht. Ein wertkonservativer eben.

Doch heute muss ick "Kinderpornografie - Anzeige gegen Ursula von der Leyen eingestellt" bei http://www.welt.de lesen. Richtig! Beim onlinearm des zentralorgans der C-unionen aus dem hause Axel Springer. Das nenn ich dann doch mal einen erfolg, denn da hackt man einem C-minister eher nicht in die pressearbeit. Hier gehts dann aber folgendermassen her:

„Es gibt keine Kontrollen, es gibt keinen richterlichen Vorbehalt – ich frage mich, was das soll?“

... und so:

Eine offenbar nicht organisierte Masse von Bürgern aus ganz Deutschland und aus dem Ausland setzt sich gegen den Gesetzesentwurf ein. Er taugt ihrer Ansicht nach vor allem zu einem: Die Grundrechte einzuschränken und die Informationen im Internet zu zensieren.

... und so:

Nur versierte Internet-Nutzer mit krimineller Energie könnten diese Sperre noch umgehen, hatte von der Leyen gesagt. Eine Aussage, die schon unter halbwegs versierten Internet-Nutzern ironisches Lächeln hervorruft: Sie halten die Sperren für nutzlos.

Dit is nich nur ein Jab, das ist ne schoene gerade und die kommt auch an. Schoen jemacht. Weiter so. Wir kriegen da grade ne richtig schoene demontagestimmung hin. Vergleiche das leider viel zu zahme Von der Leyen - Viel Show und wenig Konkretes (Transskript) aus der gestrigen ZAPP-ausgabe.

Uebrijens, wer noch nicht mitgezeichnet hat: Epetition "Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten"


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