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The Enabler · 2004-11-24

Enabler heisst ja soviel wie 'Moeglichmacher'. In letzter zeit ist dieses wort zum butzwort unserer hochgeschaetzten BWL-sprech sprecher geworden. Der moeglichmacher also soll es sein, der organisationen zu neuen horizonten fuehrt, sie so rettet, ja unser gemeinwesen zum besseren enabled. Ihm gegenueber steht der verhinderer. Der ewig noergelnde. Der skeptische. Lassen sie uns mal ein kleines beispiel machen. Ich nehme an, alle wissen ungefaehr, was es mit RFID auf sich hat? Gut, dann los. Die presse hat fuer den einsatz von RFID ein hervorragendes enabler-argument gefunden:

“Eine Waschmaschine könnte beispielsweise anhand von in Kleidungsstücke eingearbeiteten RFID-Chips genau erkennen, um welche Art von Wäsche es sich handelt, und Alarm schlagen, wenn beispielsweise ein rotes T-Shirt und eine weiße Bluse gemeinsam in die Trommel gesteckt werden.”

Darauf hat die welt gewartet, oder? Itzo mal zur gleichen technologie ein verhindererargument:

"Unter Datenschutz-Gesichtspunkten ist der bevorstehende massenhafte Einsatz von RFID tags problematisch. Die Gefahr der RFID-Technik liegt zum Beispiel im Verlust der informationellen Selbstbestimmung - die einzelne Person hat durch die 'versteckten' Sender keinen Einfluss mehr darauf, welche Informationen preisgegeben werden."

Ach, wie kleinlich. Diese graugesichtigen verhinderer immer. Diese hinterfrager. Diese spassbremsen. Wie wollen wir denn eine moderne gesellschaft werden, wenn unsere waschmaschinen uns nicht vor falsch sortierten waschladungen warnen?


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