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Personal Stalker · 2004-10-05

Wieder mal eine vielversprechende geschaeftsidee*. Es gibt ja fuer die reich-schoen-prominenten seit einiger zeit eine dienstleistung 'personal training'. Angeboten wird sie von sogenannten personal trainern, die teils erstaunliche stundensaetze nehmen. Die neue geschaeftsidee, das neue dienstleistungsangebot, richtet sich speziell an die berufsmaessig prominenten. Was gehoert denn fuer einen prominenten neben dem gestaehlten attraktiven koerper noch zu den markwertsteigernden accessoire? Ein stalker, genau. Was koennte den promi denn besser ins gespraech oder in die klatschspalten bringen als ein ordentlich peinlicher auftritt eines fanatischen fans auf einer ansonsten droegen gartenparty? "Jeanette [Biedermann]! Ich will ein kind von dir!" koennte der gedungene stalker immerfort schreien, waehrend er von den sicherheitskraeften zu den pforten des anwesens geleitet wird. Eine nachfrage fuer diese art dienstleistung muss bestehen.

Was braucht es um diese idee umzusetzen? Zuerst freilich, den stalker. Hier ist zu beachten, dass eine stalker nicht in der einen woche bei frau Ludewig und in der naechsten woche bei Susann Stahnke stalken kann. Eine Ich-AG kann dieses geschaeftsfeld also schlecht beackern. Weiter muessen die stalker einige darstellerische talente mitbringen. Schauspielstudenten, genau, Schauspielstudenten muss die agentur anheuern. Stundensaetze von 12 bis 17 Euro scheinen realistisch, je nach dem auf welchem peinlichkeitslevel gearbeitet wird. Vom dezenten autogrammwunsch waehrend eines arbeitsessens mit dem produzenten bis zur lautstark vorgetragenen entbloeszung des stalkers im blitzlichtgewitter eines empfangs sollte alles buchbar sein. Man muss das geschaeft, glaube ich, wie eine modellagentur verstehen. Auch zeitliche rahmenvertraege, so eine art personal stalking abo waeren denkbar. Ich glaube beim kunden waeren stundensaetze von 50 bis 80 euro sehr leicht durchsetzbar. Man kommt hier also auf rohmargen von rund 35 bis 65 euro die stunde stalkereinsatz. Erste pilotregionen sollten, ganz klar, Muenchen und Koeln sein. Wer nun aber den ernstzunehmenden kern dieses posts sucht, wird vielleicht in der fussnote fuendig ... oder aber gar nicht.


* Mir hat mal jemand erklaert, der beste weg ein patent zu verhindern, waere es, das verfahren zu veroeffentlichen. Da nicht komplett sichergestellt ist, dass verfahren des wirtschaftlichen handelns in zukunft nicht patentiert werden koennen, waere eine sache, die man tun kann, jede verfahrens- oder geschaeftsidee sofort zu veroeffentlichen. Auch und gerade wenn man die idee nicht selbst weiterverfolgen kann. Ich glaube ich werde mir den spass machen, hin und wieder mal ein kleines verfahren zu beschreiben hier. Fuer anregungen, welche ansaetze ich verfolgen soll. Ihr wisst ja wie man mich erreicht.


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