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Observosphaere · 2008-01-07

Hier hat die zeit was eigenartiges: "Datenschutz: Vor der 'Observosphäre' gibt es kein Entkommen". Die essenz ist: "wir werden der vollueberwachung nicht entgehen, die demokratie wird daran zugrunde gehen, aber wir muessen weiter dagegen angehen." Irgendwie ist das so eine art komisch djihadesker fatalismus. Ich bin nicht mal der ansicht, das es kein entkommen gaebe. Es gibt die ganzen verschuesselungsmethoden, die sind ja der hauptgrund, warum unsere ermittler staendig nach neuen befugnissen schreien. Sicher, die werden uns nicht vor der allgegenwart personalisierten marketings schuetzen, aber gegen die wirklich demokratie-gefaehrdenden tendenzen gibt es mittel und wege. Wie gesagt, verschluesselung ist die loesung, nicht das problem.

Der interviewte, Bernd Flessner, ist "Medienwissenschaftler und Zukunftsforscher". Naja, bei zukunftsforscher muss ich ja immer an Hildebrands Deutscher Kakao denken. He he ... nuescht fuer ungut, Bernd, die meissten der thesen des interviews sind nicht ohne weiteres vom tisch zu wischen - die vermischung staatlichen und privaten ueberwachens zum beispiel - nur eben das fazit. Ich weiss nicht.

Weiterlesen auf englisch:2007 worst ever year for data protection.


  1. Juergen    Jan 8, 08:16    #
    IMHO ist die “Observosphäre” die andere Seite der Medaille Technologie-Besessenheit. Man kann nicht einerseits preisen, dass überall Informatik drin ist, und andererseits von einer ausschließlich “guten, edlen” Nutzung ausgehen. Jede Technologie hat das Potenzial zu beiden (oder mehr) Nutzungsformen.

    Natürlich kann der Einzelne versuchen, sich zu entziehen, den Observatoren ein Schnippchen zu schlagen. Letztlich absorbiert das Kräfte, auf beiden Seiten. Es ist auch unwichtig, wer gewinnt, da die Masse sich diesem Katz-Maus-Spiel eh nicht stellt. Wenn man beobachtet, dass widerstandslos hingenommen an unseren universitären Kaderschmieden RFID-fähige Chipkarten mit immer mehr Funktionalitäten eingeführt werden, ja von den Astas und Personalräten gar weitere gefordert werden, dann braucht man sich nicht zu wundern. Ich bin wahrlich kein Maschinenstürmer, aber dass seitens der Datenschützer und Studenten nach den gespeicherten Daten gefragt wird, sollte wohl schon sein.

    Ich bin davon überzeugt, dass die Observosphäre unvermeidlicher Bestandteil ist. Den Kampf gebe ich verloren. Aber natürlich bleibt der Konflikt, die Demokratie muss ihn aushalten.

    P.S.: Ein leicht paranoides Beispiel für Technikverliebtheit bei gleichzeitigem Standpunkt auf der guten Seite der Barrikade: http://www.c0t0d0s0.eu/archives/3949-Thirteen-years-....html

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