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Dialogspiel · 2007-07-04

Heut mal ein spiel, was die werten leser gern auch mal probieren koennen. Die regeln sind einfach. Man braucht eine schulung, schulstunde, vorlesung oder ein meeting. Da sitzt man zu zweit drin. Die beiden mitspieler sollten auf/in der sitzung/schulung keine groesseren redeanteile haben. Das stoert. Einer faengt das dialogspiel mit dem titel an. Alles andere muss sich jetzt durch wechselseitiges hinzufuegen eines satzes durch jeweils einen der mitspieler ergeben. Es wird nicht gesprochen. Hier mal ein ergebnis:

Amtliche Dialoge 2007

Moderator: Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie herzlich zu den diesjährigen amtlichen Dialogen. Wir haben natürlich wieder interessante Gäste eingeladen. Wir haben heute bei uns, und das freut uns besonders, Ministerialassistent v. Brügge, der heute die Unterarbeitsgruppe „Optimierte Koordinierung“ vertritt.

v. Brügge: Guten Tag. (Applaus brandet auf)

Moderator: Außerdem freue ich mich die Oberverwaltungssekretärin des BMT am Querschnitt VDK/KLM zu begrüßen. Herzlich willkommen Frau Haas.

Haas: Herzlichen Dank, dass ich da sein darf! Ich glaube diese Diskussion wird total spannend! (einige Klatscher)

Moderator: Die weiteste Anreise heute hatte sicher Verwaltungs-Ataman Pumghan, der in seiner Heimat oft „Papiertiger vom Panschutal“ genannt wird. Herzlich willkommen Herr Verwaltungs-Ataman!

Pumghan: Deutsche Amt wie Klatschmohn vor Ernte! Ist große Ehre hier zu seie vor Bewunderung! (Betretenes Schweigen)

Moderator: Das Hiersein von Verwaltungs-Ataman Pumghan führt mich auch gleich zum Thema, zu dem Herr Pumghan sicher einiges beizutragen hat. Wir wollen heute erörtern, wie sich die Novellierung des SGB Ⅱ auf die föderalen Beziehungen in unserem Lande auswirken wird. Herr v. Brügge, wie sehen Sie das?

v. Brügge: Die Novellierung führt uns vor ernst zu nehmende Kapazitätsengpässe im Bereich der Anpassungsfähigkeit nachhaltiger Maßnahmeprogramme, die wir durch die verstärkte Intensivierung des Rahmenhandlungsbedarfsinitiativenwettbewerbs RHBIWB anpacken - was uns ja sowieso von der EU-Verwaltungsrichtlinie aus den Task-Force-Berichten vorgeschrieben wird. Also ich spreche hier vom Anhang D der Regulierungsverordung 23/108/2005 des Rates.

Pumghan: In mein Heimat Leute sagen: Ziehe deine Kanone auf den Berg Shan, denn so wirst du das Land beherrschen. (zustimmungsheischendes Nicken in die Runde. Niemand regiert, bis auf einen Zuschauer, der laut klatscht, strampelt und „Bravo!“ ruft, sich dann aber zurücknimmt)

Haas: Ich glaube, was unser Gast sagen will ist, dass wir mehr miteinander sprechen sollten, uns mehr zuhören sollten! Kommunikation! Das ist doch auch bei der Novellierung das Thema! Die Länder ...

Moderator (fällt ihr ins Wort): Herr v. Brügge, besonders die Aktivitäten in der RHBIWB-Evaluation zeigen doch klar, dass die §§ 53a – d auf Länderebene Widerstände hervorrufen?!

v. Brügge: Im Kern gibt es Abstimmungsbedarf bei den Rahmeninitiativen zur Novelle Geg. Ⅱ, also bei Maßnahmen, die nicht auf Querschnitt gerichtet sind, sowie Maßnahmen, die auf Querschnitt gerichtet sind und Maßnahmen, die teilweise auf Querschnitt gerichtet sind. Es gibt also im allgemeinen keine Probleme, sondern höchstens gewisse Schwierigkeiten, was natürlich problematisch ist. Deswegen sage ich ja: RHBIWB!

Haas: ...aber Sie zwingen die Mitarbeiter in ein Korsett! Das sehe nicht nur ich so. Die Personalräte und örtlichen Gleichstellungsbeauftragten sind hier mit mir auf einer Linie. ...

Pumghan (fällt ihr ins Wort): Bei uns gibt goldenes Wort im Streit: „Den schwächsten frisst die Katz. Die Katz frisst Löwe. Löwe ist König!“ Heißt: Soll Frau erstemal still sein und musst neue Gesetz halt durchsetze mit Waffengeschütz. (Grinst weise. Wieder gibt es einen einsamen Bravo-Rufer, woraufhin sich Pumghan bedankt:) Danke.

Haas: Also?! ... das glaub ich doch jetzt nicht!

Moderator: Ha, ha ... ja äh ... Herr ... äh ... Herr Pumghan, wir werden nachher sicher noch Gelegenheit haben, auf Ihre Erfahrungen mit dem Thema einzugehen. Frau Haas, Sie sind nicht ganz d'acor mit Herrn v. Brügge?

Haas: Optimierte Kooperation erfordert Standardisierung. Das ist die zentrale Message, die wir bei der „AG Innovative Verwaltung“ als Leitthema herausgearbeitet haben. Und wer mir vorwirft, mein Sexualleben sei unerfüllt, den geht das gar nichts an.

Pumghan: Ein Weib heiratet Löwe. Ein Weib heiratet Erdferkel. Es ist nicht ihre Entscheidung. Weib von Erdferkel will oft am Tisch der Männer sitzen.

v. Brügge: In der Kooperation von Bereichsleitern auf der oberen Verwaltungsebene von Bund, Land und supranationaler Einheit ist der Handlungsbedarf in diesem Falle bereits längst in den Prioritätenkatalog eingegangen.

Haas: Ihr seid alle so gemein!

Moderator: Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, ich glaube unsere Diskussionsrunde hat wieder einmal interessante Fragen aufgeworfen und kreative Lösungswege aufgezeigt. Ich bedanke mich im Namen der gesamten Redaktion bei unseren Gästen und wünsche den Zuschauern zuhause an den Fernsehgeräten noch gute Unterhaltung bei der nachfolgenden Sendung „Das bumsfidele Berghotel“.


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