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Jetz halten wir mal die Fuesse still · 2007-04-18

"Waere es richtig zu sagen: Lieber lasse ich zehn Anschlaege passieren, als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will, daran zu hindern versuche? Nach meiner Auffassung waere das falsch."
--reuters

Au au, Herr Innenminister. Wenn ick ein fieser typ waere, wuerde ich jetzt sagen: "Jetz halten sie mal die fuesse still!" ... aber wat sie da sagen, dit kommentiert ihre kollegin frau Zypries auch sehr leicht verstaendlich:

"Das Problem ist, dass ich nicht weiss, wer der Terrorverdaechtige ist. Und das hiesse, ich wuerde gegen alle Menschen die Unschuldsvermutung aufgeben - und das waere mit unserer Verfassung nicht vereinbar."
--reuters

Herr Luebeck hat es ja schon vor wochen ausgesprochen ... jetzt reih ich mich ein. Ich hatte gehofft es wuerde laenger dauern.

Boah ... und diese billige argumentation. "10 anschlaege und ein unschuldiger". Warum nicht gleich "1000 anschlaege und ein unschuldiger" ... aber vielleicht am ende dann doch vielleicht auch "ein anschlag und 1000 unschuldige" ... aber sie werden nicht dabei sein, sie sind ja anstaendig, wie wir wissen ... Wisst ihr was, lasst euch nicht anschmieren von dem. Dass die unschuldsvermutung in der gefahrenabwehr schon immer aufgeweicht war, ist eigentlich leicht einsichtig und auch nicht wirklich neu, aber es ordentlich drastisch und ordentlich vereinfachend zu formulieren, das macht ein alter fuchs, wie der Schaeuble nicht aus versehen. Der macht euch den Sarkozy, denn wie heisst es in dem schoenen alten deutschen schlager:

Wenn der Bürger schlafen geht,
mit der Zipfelmütze,
und zu seinem König fleht,
daß er ihn beschütze ...

Schaeuble will euer koenig sein, leute.


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