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New Amish Effekt · 2007-01-02

Habt ihr das interview mit Monika Piel, der WDR intendantin und Hubertus Meyer-Burckhardt, dem grossen TV-produzenten in der zeit gelesen? Es ging um das fersehn im jahre 2015. Beide interviewpartner haben keine ahnung, wie ihr medium in acht jahren aussehen wird. Da man aber als entscheider nie schweigt, auch dann nicht wenn man nichts beizutragen hat und schon gar nicht in der fernsehbranche, fluechten siche beide fuehrungskraefte in spitze markentingworthuelsen und managersprech. Wie man mit so vielen worten, so charmant von gemeinplaetzen schwafeln kann, noetigt einem schon respekt ab. Am besten ist frau Piel, wenn sie visionen hat. Herr alt-bundeskanzler schmidt hatte schon recht als er sagte "Wer visionen hat, soll zum arzt gehen".

Hier jetzt aber, ich kann nicht anders, die schoensten worthuelsen aus dem zusammenhang gerissen und aneinandergereiht: er (der zuschauer) ist Mitglied einer Web-Community, mit der er ersteinmal kontakt aufnimmt ... Unsere strategie heisst "on all screens" ... Fernsehn wird portalcharacter haben ... ein stichwort in der plattenindustrie heisst pre-bundling ... Pay-T.V. ist community und damit cool ... trennung zwischen lean forward und lean backward ... fernsehn ist immernoch das chill-out-medium ... dirty look ... es gibt nur zwei modelle: boy meets girl oder whodunit ... auch hier wird es den new-amish-effekt geben.

... und weil you fernseh-people so ungeheuer visionaer und sophisticated seid, koennt ihr euch sicher leicht denken why ich meinen fernseher vor zwei jahren redundant gemacht hab.


  1. sabbeljan    Jan 3, 09:10    #
    ich habs gelesen. die buzzwordfülle hast du schön zusammengefasst. aber immerhin hat frau piel scheinbar begriffen, dass es das eigentliche fernsehen schwer haben wird: “Beim Warten an der Haltestelle guckt er auf seinem Handy eine Soap.”

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