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Gaesteklo von Universal · 2006-11-13

Auweia, Gunhild Luetge hat mal zum thema urheberrechte recherchiert. Ick will ihr ja nich zu nahe treten, aber das ganze liesst sich, als haette sie aus einer abgegriffenen broschuere abgeschrieben, die bei Universal Music auf dem gaesteklo rumlag ... und zwar aufm boden und dort seit monaten:

Raubkopierer sind nicht zu stoppen. Sie bedrohen Musikindustrie, Filmwirtschaft und Verlage [...] Opfer skrupelloser Zeitgenossen, aber auch biederer Buerger, die per Mausklick zu Wissenspiraten mutieren. [...] Wenn es dunkel wird in Deutschland, gehen sie auf die Jagd [...]

Die ganzen alten argumente: "Vor zehn jahren beschaeftigte die musikindustrie 10000 menschen mehr." Die arbeitsplatzkeule, wie einfallsreich, aber sei's drum: Woher weiss frau Luetge wieviel menschen die musikindustrie heute beschaeftigte, wenn es keine tauschboersen gaebe? Und wieviel menschen beschaeftigten die hamburger seiler 1850? Warum hat diese industrie niemand geschuetzt? Man haette doch nur die dampfschiffe verbieten muessen. Pfeilspitzenschmiede gabs auch mal tausende in europa. Alle weg, Warum hat da keiner was gemacht? Aber mal im ernst, das gesamte geschaeftsmodell der musikindustrie basiert darauf relativ schwer kopierbare konserven herzustellen. Schon immer. Diese zeiten neigen sich aber dem ende. Information ist heute eben relativ leicht zu kopieren, worueber wir uns alle samt ziemlich begeistern muessten. Deswegen sollten wir die welt auch nicht gleich untergehen sehen. Wie lange gibt es denn die ach so wichtige und kulturell unverzichtbare musikindustrie? Seit es musikkonserven gibt. Vorher haben die leute selbst gesungen, man glaubt es kaum und das davon auch einige tausend leben konnten habe ich gestern erst erlaeutert. Als kroenung dann der hier:

Doch zum Unterschied zur Software, um die herum sich eine Reihe von Geschäftsmodellen wie beispielsweise Dienstleistungen entwickelt haben, wissen die Protagonisten der frei zugaenglichen Inhalte noch nicht so recht, wovon die Kuenstler leben sollen.

... verdammt nochmal, frueher sind kuenstler aufgetreten, so richtig vor publikum, und haben gut davon gelebt ... ich koennt noch dreissig absaetze schreiben und eigentlich wirds jetzt erst interessant. Nachdem frau Luetge das scheitern technischer kopierhuerden konstatiert, scheint ueberall das schwert justizias durch, das es richten soll ... um hier gegenzuhalten hab ich noch die wahre geschichte von Papst und Armbrust. Damit will ich ich es dann auch gut sein lassen.


  1. Juergen    Nov 14, 09:26    #
    gut gebruellt, hey!
  2. sabbeljan    Nov 14, 10:32    #
    der haken fährt die krallen aus – so lieben wir ihn!

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